Das Projekt erforscht Klang als physische und energetische Erfahrung. Ausgangspunkt ist die Frage, wie tiefe und hohe Frequenzen unterschiedliche Formen von Energie, Wahrnehmung und Resonanz im Körper auslösen können.
Über Subwoofer und Bodyshaker-Bänke wird der Klang nicht nur hörbar, sondern spürbar gemacht. Tiefe Frequenzen übertragen sich als Vibrationen direkt auf den Körper – sie werden zu einer körperinternen Bewegung, zu einem Dialog zwischen Innen und Außen. Der Körper wird zum Medium, das Schwingung aufnimmt, transformiert und weiterträgt.
Als Klangquellen dienen ein Tubax und Sampling-Material, die ein breites Frequenzspektrum erzeugen. Die tiefen Töne bilden den zentralen Fokus: sie sind körperlich, raumgreifend, energetisch dicht. Ihnen gegenüber stehen höhere Töne als Kontrapunkte – fein, strukturiert, fast immateriell. In der Begegnung dieser Pole entsteht eine Spannung zwischen Schwere und Leichtigkeit, Nähe und Distanz, Materie und Klang.
Die Arbeit versteht sich als eine Untersuchung von Wahrnehmung jenseits des rein Akustischen – eine Einladung, Klang als Energie zu erleben, die durch Raum und Körper gleichermaßen fließt.
