Presse Texte

Marie-Cécile Reber

....Bereits seit längerer Zeit liegt von Marie-Cécile Reber eine CD vor, die wie ein guter Wein mit den Monaten nur besser wird. Die grösstenteilslängeren Kompositionen basieren auf Geräuschen von Gasluft, Maschinen und Inskten, die mittels Effekten verfremdet und gefiltert wurden. Das Ergebnis ist ein nuancierter Ambient Sound, bei dem sich der Gestus von Minimal Music und das Klangbild von Electro durchdringen und eine verblüffend kontemplative Wirkung erzeugen. Ein feinfühliges Werk, das bis in die elektronischen Seelen der Ameisen leuchte.....

Kulturkalender Luzern Pirmin Bossart


...Auch Reber/ Thoma schafften den Spagat, mit Sampler und Synthesizers das gespeicherte Industrieklang Material zu etwas Eigenem und musikalischem weiterzuentwickeln. Ihre mit gestalterischem Bedacht und Klangraffinessen aufgebauten Mutationen waren klanglich reduziert....

NLZ Pirmin Bossart


.....Die Musik von Marie-Cécile Reber hat es vermutlich nicht leicht, sich in der heutigen Zeit durchzusetzen. Sie arbeitet mit sehr subtilen, reduzierten kompositorischen Mitteln, schafft es aber, der minimalistischenTechnik eine neue Dimension abzugewinnen und in der Reduktion die Expressivität neu zu entdecken. Die subtile Grenze zwischen konkreten und musikalischen
Klängen wird sehr gekonnt thematisiert. Es gelingt der Komponistin, mit einfachen kompositorischen Mitteln eine differenzierte Rhythmik und Klangwelt zu erzeugen....

Werkbeitrag der Stadt Luzern, Jury


.....Beispielhaft für die Umsetzung von Natur und Künstlichkeit ist unter den elf Luzerner Komponistin Marie-Cécile Reber, die Wiesen-Geräusche elektronisch verarbeitete und über Lautsprecher über die Wiese schallen lässt. Die Grenze zwischen Natur und Kunst wird doppelt unterlaufe: Durch die Installation wie durch den Besucher, der auf der Suche nach Lautsprechern im Steilhang der Natur nicht mehr traut und selbst das Gesumm der Inskten für eine elektronische Form Projektion hält....

Klangraum heiligkreuz Urs Mattenberger


CD: Pixels aus der Ameisenwelt
Die Luzernerin Marie-Cécile Reber produziert Klanglandschaften an der Nahtstelle von Geräusch und Musik.Bereits vor zehn Jahren hat sie wärhrend ihres Studiums am elektronischen Institut Basel Geräusche aus der natürlichen Welt mit ihren Geräten digital seziert und zu organisch mutierenden Klanggebilden verarbeitet. Wie sorgfältig und ohne Effekthascherei sie dabei
vorgeht, bezeugt ihre erste CD, die schlicht mit „Kompositionen & Sampling 1994-2001“ betitelt ist. Es ist bei der Musik, als ob man sich im Innern von organischen Prozessen befände. Irgendwo in den Werkstätten des Unterholzes, in geheimen Unterschlüpfen von Insektenvölkern oder in der Uebergangszone von Wasser und Erde, wo sich das Licht bricht und Moleküle werden. Deep Space, ganz von dieser Welt.
Verführerische Wirkung
Zahlreiche Klangquellen aud der vorliegenden CD stammen von Ameisen und Grillen. Das hat mit herkömmlichen Vorstellungen von Gekribbel und Gezirpe nichts zu tun. Schon eher mit hallenden Räumen, in denen die Partikel der Insektengeräusche ganz neue Tonalitäten erfahren und sich wie instrumentale Einwürfe zu einer geheimnisvollen Musik transformieren. Auch Klänge von Wasser, Saiten, Maultrommeln und Fabrikmaschinen wurden für die Kompositionen verwendet.
Marie-Cécile Reber hat ihre Werke immer wieder als Klanginstallationen mit mehreren Lautsprechern an speziell ausgewählten Orten live aufgeführt. Diese Dimension ist auf dem Tonträger nicht erlebbar. Trotzdem hat diese Musik eine verführerische Wirkung. Die Stücke haben etwas Ebenmässiges und in sich Ruhendes. Das Bewusstsein für Reduktion hat hier mitgemischt und aus dem vielen Material einen Raum geöffnet, in dem das Quellen und Oszillieren der natürlichen Welt eine faszinierende Matrix erhält.

Text Pirmin Bossart


transform
“...Es ist eine innere und a?ussere Spannung gleichzeitig. Die Schritte des Ko?rpers, die Meta- morphose des Lichtes und die Viel-Fa?cher des Klanges fallen fu?r einen Moment zusammen, ... ... Die Transformation ist sehr gut gelungen. Das ganze Stu?ck hat eine strukturierte Dynamik und gibt das Gefu?hl einer unendlichen Fortsetzung der Kritik somit der Selbstkritik der physi- schen und psychischen Grenzen...“

Kulturkritik, Katalin Leichtfried, 15.2.2012


Die Luzerner Musikerin Marie-Cécile
Reber realisierte eine stimmige
Soundinstallation, die das Stille und
Meditative dieses Ortes in Szene setzte.
Wer sich auf den Stuhl auf der Bru?cke
setzte, löste ein akustisches und optisches
Ereignis aus: Fein gesponnene
Klänge stiegen aus dem Buschwerk des
Kanals und alsbald trieb ein Teppich
von Blu?ten das Ronwasser herunter.

9.Sept. 2014 Willisauer Bote